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Sorbus aucuparia - Eberesche, Vogelbeere

Wuchs:


Blüte und Frucht:

Wurzelsystem:


Standort und
Bodenansprüche:
Kleiner bis mittelgroßer Baum, 6 - 12 m (20 m) hoch, in den ersten Jahren sehr
raschwüchsig.

Bis 15 cm breite, weiße Dolden. Leuchtendrote, runde Früchte, in großer Fülle.

Senkerwurzeltyp bis 2 m tief, dadurch hohe Standfestigkeit. Wurzeln sind häufig
von Mykhorizza umgeben, die die Nahrungsaufnahme erleichtern.

In der Jugend sehr schattenverträglich. Zur weiteren Entwicklung und Samenreife wird jedoch viel Licht benötigt. Außerordentlich tolerant in ihren Standortsanprüchen, fehlt sie nur in Sumpfgebieten. Ebenso gering ist ihr Wärmebedarf. So geht sie im Gebirge bis nahe an die Baumgrenze. Insgesamt bevorzugt sie eher kühlere Gebiete und reagiert empfindlich auf längere sommerliche Trockenheit. Optimales Wachstum auf frischen bis feuchten, lockeren, leicht sauren Humusböden. Gut salzverträglich.
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Verwendung:

 

 

 


Im Forst:


Wichtiges Wildgehölz für die freie Landschaft, an Autobahnen und an
Feldrainen. Die leuchtend roten Beeren machen die Eberesche auch
zum attraktiven Ziergehölz für größere Parkanlagen, zur begehrten
Vogelnahrung und zur gesuchtesten Baumart für die Zunft der Schnaps-
brenner. Die größeren Beeren der Mährischen Eberesche (Sorbus aucuparia
'Edulis') sind eßbar und werden auch zur Marmeladen- und
Süßstofferzeugung verwendet. Sie haben einen außerordentlich
hohen Gehalt an Vitamin C, Karotin und Sorbit, einen wertvollen
Zuckeraustauschstoff für Diabetiker.

Pioniergehölz zur Hochlagen- und Schutzwaldaufforstung.
Im Lawinenverbau wird sie wegen des aufrechten Wuchses der Grünerle vorgezogen. Durch die lockere Belaubung auch als Vorwald und zur Zeitmischung mit Nadelholzarten bestens geeignet.

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Sorbus domestica - Speierling

Wuchs:


Blüte und Frucht:


Standort und
Bodenansprüche:
Mittelgroßer Baum mit rundlich gewölbter Krone, meist kurzer Stamm, Höhe
bis 25 m (30 m).

Weiß, in 6 - 10 cm breiten, länglichen Rispen. Birnenförmige Früchte, grüngelb,
auf der Sonnenseite leuchtend rot, Fruchtfleisch herbsauer, eßbar.

Sonne bis Halbschatten. Bevorzugt trockene bis mäßig frische, durchlässige, nährstoffreiche Lehm- oder Kalksteinböden. Verträgt sommerliche Hitze- und Trockenperioden sehr gut. In der Jugend frostempfindlich, später härter, jedoch sehr wärmeliebend, sodaß ein Anbau nur im Weinbauklima zu empfehlen ist. Konkurrenzschwach gegenüber anderen Baumarten.
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Verwendung:




 

 

 


Im Forst:


Der Speierling gehört zu den ältesten Obstsorten und wurde schon
von den Römern angebaut. Die äußerst schwierige Vermehrung,
seine geringe Konkurrenzfähigkeit im Hochwaldbetrieb und seine hohe
Anziehungskraft als Verbißgehölz haben ihn jedoch an den Rand des
Aussterbens gebracht. Der Bestand in Österreich dürfte sich auf
nicht mehr als 300 Bäume belaufen. Dabei handelt es sich
fast ausschließlich um Altbäume. Natürliche Verjüngung ist
kaum vorhanden und Nachpflanzungen haben bisher nicht
in ausreichendem Umfange stattgefunden. Obwohl die
Nutzung der Speierlingsfrüchte für Most, Obstwein oder
Schnaps bei uns keine Tradition hat, sollte der Bestand dieser schönen Baumart durch verbesserte Anzuchtmethoden wieder vermehrt und dadurch gesichert werden. Nährgehölz für Bienen, Vögel und Schalenwild.


Bei Anbau auf entsprechenden Standorten der Eichenwaldstufe und unterstützt durch sachgemäße Durchforstungspflege erreicht der Speierling Höhen bis zu 30 Metern und bildet dabei gerade, vollholzige und astreine Stämme. Das Holz ist das schwerste aller europäischen Laubhölzer, wird vor allem für Furniere verwendet und sehr gut bezahlt. Auch aus Gründen der Arterhaltung und des Naturschutzes sollte man Aufforstungen für Wertholzerziehung vermehrt praktizieren. Durch seine reichliche herbstliche Fruchtbildung ist der Baum für Pflanzungen an Waldrändern, Wildwiesen und Lichtungen ebenfalls zu empfehlen.
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